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| In God We Trust Review |
| Geschrieben von: Frank Schoof |
| Samstag, 21. Juni 2008 um 10:25 Uhr |
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In God We Trust Religion und Politik in den USA
Veranstaltung des Amerikazentrums in Kooperation mit dem Hamburger Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung am 05.06.2008. Referent: Professor Michael Pfau, Politikwissenschaftler, University of San Diego, Kalifornien; Moderatorin: Dr. Petra Beckmann-Schulz, Redakteurin und Politikwissenschaftlerin, HamburgVor etwa 30 Teilnehmern eröffnete Professor Pfau die Diskussionsveranstaltung mit einem kurzen, klar strukturierten Referat zum religiösen Selbstverständnis der Amerikaner und dessen Auswirkung auf die amerikanische Politik. Über 75 % der Amerikaner bezeichnen sich selbst als gläubig. Historisch und aktuell ist die amerikanische Gesellschaft durch Religiosität geprägt. Diese ist allerdings nicht als homogene Theologie zu verstehen; der weit verbreitete Glaube lässt sich keiner bestimmten Kirche, Konfession oder gar Staatsreligion zuordnen. Während der letzten 20 Jahre haben sich die Anhängerschaft und das Verständnis der Religion in den Staaten stark verschoben. Die praktizierte Religion ist stärker abhängig von charismatischen Persönlichkeiten, zudem wird die Bibel mittlerweile von einem Drittel der Amerikaner für sachlich wahr gehalten. Viele Kirchen und Kirchgänger vertreten ihren, politisch betrachtet, eher konservativ einzuordnenden Glauben und ihre Ansichten zunehmend selbstbewusst nach außen hin. Hier sind die Stichworte family values, prolife, pro prayer in public schools, promarriage zu nennen als Begriffe, die oft codierte weiterreichende Standpunkte enthalten. So impliziert z. B. promarriage auch eine Opposition zum gesetzlichen Schutz gleichgeschlechtlicher Beziehungen. In den letzten beiden Präsidentschaftswahlkämpfen ist es der Republikanischen Partei und dem Wahlkampfteam von George W. Bush gelungen, die politische Kraft dieser wachsenden religiösen Gruppe für sich zu mobilisieren. Bei dem kommenden Wahlkampf im November 2008 wird das Votum der christlichen Rechten voraussichtlich nicht ausschlaggebend sein. Beide Kandidaten reden zwar über ihren christlichen Glauben, zeigen aber bisher keine Ansätze, die dafür relevanten politischen Themen zu instrumentalisieren. Nach dem Referat beantwortete Professor Pfau zahlreiche interessierte Fragen und auch später beim kleinen Imbiss wurde lebhaft weiter diskutiert. |

Veranstaltung des Amerikazentrums in Kooperation mit dem Hamburger Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung am 05.06.2008. Referent: Professor Michael Pfau, Politikwissenschaftler, University of San Diego, Kalifornien; Moderatorin: Dr. Petra Beckmann-Schulz, Redakteurin und Politikwissenschaftlerin, Hamburg
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